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Kirsche - das saisonale Schmuckstück

Das Geniessen eines «Chriesi» fühlt sich an wie ein Zeitsprung: man wähnt sich auf der Wiese beim Kirschstein-Wettspucken, denkt an das wärmende Gefühl der Kirschstein-Säckli, hört in der Ferne Mutters Schimpftiraden ob der Flecken und gerät in Versuchung, seiner Partnerin oder seinem Partner ein paar Kirsch-Ohrringe zu verpassen!
Kirschenschmuck

Die Zwillingsfrucht bewegt die Gemüter und das nachweislich schon seit der Steinzeit, die Verbreitung in Europa verdankt sie den Römern. Speziell ist, dass die Kirsche nach der Ernte nicht nachreift (Fachbegriff «klimakterisch») und nur während einer kurzen Zeit Saison hat. Wenn der Frühling dann auch noch Frost, Regen und Hagel mit sich bringt, kann sie schon fast zum Luxusgut werden. Auch die Schweiz ist ein «Chriesi-Land», die heutigen Süss- oder Sauerkirsch-Bäume sind vor allem in der Nordwest- und Zentralschweiz weit verbreitet und seit jeher wird heftig diskutiert, wer denn nun den feineren Kirsch macht. Denn bei der beliebten Steinfrucht ist gerade auch die Vielseitigkeit eine tolle Sache. Sie kann pur gegessen, als Ohrschmuck getragen oder zu Essig und Edelbrand verarbeitet werden. Womit dann auch sichergestellt wäre, dass der Verzehr nicht nur Kindheitserinnerungen, sondern auch solche an den letzten tollen Fondueabend wach werden lässt!

P.S. Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben? Man sagt, 20 Sauerkirschen hätten die gleiche Wirkung wie Aspirin. Vielleicht ein Versuch wert?
 

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