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WECK Glas - Ein fester Bestandteil im Stern

WECK – Tradition und Trend in einem!

Die mit feinen Gerichten gefüllten Weckgläsli im STERN Luzern sind weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Und wohl auch die meisten Schweizerinnen & Schweizer kennen zumindest die dafür verwendeten Weckgläser mit der Erdbeere drauf. Doch woher stammen die Gläser eigentlich?
WECK – Tradition und Trend in einem!

Es quietscht und kracht, dampft und tropft, glüht und zischt. Hinter den Mauern der Weck Glaswerke in Duisdorf geht es zur Sache, wenn aus Sand, Kalk, Soda und Scherben Gläser entstehen. Ähnlich wie in der Glasi in Hergiswil wird hier noch die Glasmacherei mit grosser Leidenschaft ausgeübt. Rund 125’000 Stück der weltweit bekannten Weckgläser laufen täglich in Duisdorf vom Band – alle mit dem Markenzeichen, einer Erdbeere samt Firmenschriftzug. Tatsächlich produziert das Traditionsunternehmen Weck nach wie vor ausschliesslich in Deutschland. Und dies seit der Firmengründung durch Johann Weck und Georg van Eyck am 01. Januar 1900. Ihnen ging es damals nicht nur um den Profit: Johann Weck war überzeugter Vegetarier und Verfechter einer alkoholfreien Lebensweise. Er kaufte das Patent für die von Chemiker Rudolf Rempel entwickelten Gläser, um den Menschen eine gesunde Ernährung zu erleichtern. Heute wird das Familienunternehmen in der vierten Generation geführt und der Absatz läuft besser denn je.

Wirtschaftlich erfolgreich
Bis nach Japan, in die USA oder nach Kanada liefert die Firma Weck die Traditionsprodukte. Nicht alle werden wie ursprünglich angedacht zum Einkochen von Lebensmitteln benutzt. Seit einigen Jahren haben die Kunden das Produkt neu entdeckt: Catering-Firmen präsentieren Suppen und Desserts in den Behältern mit Glasdeckel. Andere verkaufen die Weckgläser, in denen Kräuter wachsen, als „Garten im Glas“. Und wiederum andere, wie im Stern Luzern, servieren ganze Menüs darin. Doch bei allem Erfolg, es gab auch mal schwierigere Zeiten. Im Jahr 2004 ging das Werk durch eine schwere Krise. Die Produktion von Glasbausteinen rentierte sich nicht mehr und wurde eingestellt. Fast 100 von 330 Beschäftigten verloren damals ihren Job. Mittlerweile zählt das Unternehmen wieder 245 Mitarbeitende und erwirtschaftet rund 45 Millionen Euro. Profitiert hat man auch vom anhaltenden Retrotrend – vermehrt werden Lebensmittel wieder eingekocht um sie lange haltbar zu machen. Ein weiterer Trend, welcher Weck aktuell in die Karten spielt, ist das Thema Nachhaltigkeit. Die meisten Rohstoffe für das Glas stammen aus der näheren Umgebung: Sand aus Frechen, Kalk aus der Eifel und Soda aus dem Ruhrgebiet. Und etwa die Hälfte des Weck-Glases besteht aus recyceltem Altglas. So wird eine schonende Produktion sichergestellt und zumindest ein grosser Teil des Produktes entspricht dem Gedanken der Kreislaufwirtschaft.

WECK Glas - Ein fester Bestandteil im Stern

Ein fester Bestandteil im Stern
Ins Restaurant Stern am Franziskanerplatz – wo Tradition auf Moderne trifft - passen die Weckgläser perfekt und sind sogar mitverantwortlich für das gastronomische Konzept: So kann der Gast sein Menü nach eigenen Vorlieben in den Weckgläsli zusammenstellen und geniessen. Das gemeinsame Degustieren und Entdecken der Schweizer Küche steht dabei ganz im Mittelpunkt.

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